Freitag, 17. Februar 2017

Gesunde Bananen Muffins - Brain Food

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Kürzlich habe ich einen Vortrag von einem Neurowissenschaftler gehört zum Thema lebenslanges Lernen und das Hirn im Alter. Es war so spannend, ich hätte dem Professor den ganzen Tag (statt nur 1.5 Stunden) zuhören können und hätte am liebsten sogleich seinen Kurs an der Uni belegt. Nun gut, ich kann wegen einem spannenden Vortrag nicht gleich mein ganzes Leben umkrempeln und nochmals die Schulbank drücken. Aber ich habe einige wichtige Erkenntnisse aus den 1.5 Stunden ziehen können. Nämlich: Demenz trifft nur ca. 1% der Bevölkerung. Wenn man also bei vielen älteren Leuten das Gefühl hat, sie werden dement, hat das hauptsächlich damit zu tun, dass sie ihr Hirn nicht mehr trainieren. Das heisst also, wenn man sein Leben lang sein Hirn fordert und etwas für den Kopf macht, dann schrumpft das Hirn im Alter nur geringfügig und man ist im Kopf fast noch so fit wie in jungen Jahren. Das Hirn besteht aus einem riesigen Netzwerk, das einfach immer gefüttert werden muss. Das können einfache Dinge sein, wie Tetris spielen oder Sudoku. Besser als nichts. Noch besser ist es allerdings, wenn man etwas Neues versucht zu lernen, um neue Netzwerke aufbauen zu können, andere Hirnregionen zu aktivieren. Und dann einfach immer üben, üben, üben.


Also habe ich mir überlegt, wie ich mein Hirn neu herausfordern könnte. Klar fordere ich meinen Kopf jeden Tag bei der Arbeit. Ich lese viel und muss dann natürlich das Gelesenen auch auf den Fall auf meinem Tisch anwenden, Analogien ziehen, schlüssige Argumente finden und überzeugen können. Aber das ist ja trotzdem irgendwie immer das Gleiche. Mir ist mein Kopf wirklich wichtig, ich bin ständig am Denken und so will ich natürlich, dass das auch noch bis ins hoffentlich hohe Alter so bleibt. Also wollte ich etwas Neues lernen.


Eine neue Sprache ist zwar toll, aber das Hirn hat auch die Fähigkeit zu vergessen, um Platz zu machen. Braucht man eine Sprache nicht immer wieder, so vergisst man sie effektiv. Geht mir so mit dem Französisch, das ich im Gymnasium wirklich gut beherrschte und nun ausser Bonjour fast keinen ganzen Satz mehr herausbringe. Eine Sprache eignet sich also nur, wenn ich die auch wirklich immer anwende und das geht fast nur, wenn ich entweder Leute im Umfeld habe, die diese Sprache sprechen oder ich regelmässig in ein Land mit dieser Sprache reise. Also schloss ich diese Möglichkeit eher wieder aus.


Und dann kam die Erleuchtung. Als Kind habe ich eifrig Ballett getanzt. Musik war und ist ein Teil von meinem Leben. Aber ich habe nie selber gelernt ein Instrument zu spielen. Ich hatte zwar mal ein Keyboard zu Hause und konnte etwas Noten lesen und wusste, welche Noten ich mit der rechten Hand, wo auf der Klaviatur drücken musste. Das war aber schon alles. Ich wollte zwar als Kind an sich Klavier spielen, aber da ich dafür erst ein Jahr den Flötenkurs hätte besuchen müssen und ich mit meinen erwachsenen 7 Jahren den Sinn daran absolut nicht erkannte, kam es dann nicht dazu und ich hatte die Musik ausschliesslich beim Tanzen. Klavier lernen ist also das ideale Projekt um mein Hirn bis ins hohe Alter auf Kurs zu halten. Ich muss lernen Noten lesen (was echt noch eine Herausforderung und eine Anstrengung für das Gehirn ist). Ich muss das Gelesene umsetzen und dabei entsteht erst noch ein wunderbarer Klang.


Wer mich kennt, der weiss, dass wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann wird das auch gleich umgesetzt. Umso überzeugender war mein Vorhaben, da Mr. C. Klavier spielen kann, er mir also dabei helfen kann es zu lernen. Zugleich kann er sich wieder an die schwierigen Stücke wagen, übt selber und trainiert sein Hirn, so dass auch er bis ins hohe Alter fit im Kopf bleibt. Also habe ich mich nach digitalen Pianos umgesehen. Die Dinger lassen sich mit Kopfhörer spielen, was bei einem blutigen Anfänger wie mir wichtig ist. Wer mir auf Instagram folgt, der weiss, dass mittlerweile ein wunderschönes, weisses Digitalpiano in unserem Wohnzimmer steht. Ich bin verliebt und übe fleissig, so dass ich nun bereits Hänsel und Gretel mit beiden Händen spielen kann. Ich bin schon ein klein wenig stolz, auch wenn Mr. C. natürlich ganz andere Kaliber spielt. Ich zeig euch dann bestimmt beim Instagram Rückblick vom März das ein oder andere Bild. Ich habe zwar schon einen neuen Wohnzimmer Post vorbereitet, noch ohne Klavier, den zeige ich euch trotzdem und dann natürlich irgendwann auch einer mit dem Klavier. Die grosse Pflanze musste nämlich Platz machen.


Nebst üben, üben, üben um sein Hirn fit zu halten, braucht es zwischendurch aber auch etwas Entspannung. Sonst ist man irgendwann einfach nur ausgepowert und dann geht gar nichts mehr. Am besten geht Entspannung bei mir mit Essen und da kann man mit etwas Brain Food (Bananen, Nüssen, Vollkorn, Haferflocken etc.) sogar auch noch etwas für den Kopf machen (jetzt ist mir doch tatsächlich doch noch irgendwie der Link zum heutigen Rezept geglückt ;-)).

Das Rezept habe ich leicht angepasst von hier.

Zutaten

1/3 Cup geschmolzenes Kokosöl
1/2 Cup Ahornsirup (ca. 125 ml)
2 Eier (Raumtemperatur)
3 zerstampfte, reife Bananen (ca. 1 Cup)
1/4 Cup Milch (kann auch Nussmilch sein)
1 TL Natron
1 TL Vanille Extrakt
1/2 TL Salz
1/2 TL Zimt
1 3/4 Cups Vollkornmehl
1/3 Cup Haferflocken (plus etwas mehr zum Bestreuen)

Zubereitung

Ofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Wenn nötig, die Muffinform einfetten. Da ich mit Silikonförmchen arbeite, ist das nicht nötig. In einer grossen Schüssel das Kokosöl und den Ahornsirup vermischen. Eier zugeben und das Ganze gut schlagen. Die zerstampften Bananen, die Milch, das Backpulver, den Vanille Extrakt, das Salz und den Zimt unterheben. Mehl und Haferflocken in die Schüssel geben und alles mit einem Löffel so miteinander vermischen, bis der Teig gerade so vermengt ist.


Den Teig gleichmässig in die Förmchen verteilen. Nun noch etwas mehr Haferflocken auf die Muffins streuen und anschliessend kommen sie für 25 Minuten in den Ofen. Meine brauchten sogar noch etwas länger. Prüft am besten mit einem Zahnstocher, ob der Teig durch ist. Nach der Backzeit Muffins leicht auskühlen lassen, anschliessend aus den Förmchen lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen. Sie schmecken frisch am besten, sind aber auch nach einigen Tagen luftdicht verpackt noch schön saftig und lecker.

Spielt ihr ein Instrument?

Alles Liebe,

Kommentare :

  1. Meine liebe Corinne ♥
    Jetzt komm ich auch mal dazu meinen Senf loszuwerden :D Die Muffins sehen nämlich so phänomenal lecker aus, da möchte man sofort reinbeißen! Danke für das tolle Rezept, das werd ich auf jedenfall mal ausprobieren! Hab noch eine tolle Woche meine Liebe :*
    Deine Duni

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  2. Die Muffins sehen super lecker aus! Ich hab hier den ein oder anderen Beitrag angeschaut und ich finde deine Fotos super schön!
    Viele Grüße,
    Martina

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