Dienstag, 22. Oktober 2013

Amsterdam - Tipps

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Nachdem ich euch hier ja schon von unserer Amsterdam Reise vorgeschwärmt habe, dachte ich mir, dass ich euch auch gleich wissen lassen kann, wo genau wir waren, resp. welche Orte mir ganz besonders gefallen haben. Vielleicht reist die eine oder andere von euch ja auch bald mal nach Amsterdam. Zudem muss ich für mich festhalten, wo ich genau war, damit ich mich das nächste Mal daran erinnere. Es war so toll, da will ich die Highlights nicht vergessen.


Übernachten

Bilderberg Hotel Jan Luyken:

Die Hotels in Amsterdam, welche zentral gelegen sind, sind meist relativ teuer. Schlussendlich hat sich Mr. C. für das Bilderberg Hotel Jan Luyken entschieden. Da es für mich zentral gelegen war, aber auch Mr. C. seine Geschäftstermine ohne allzu langen Weg wahrnehmen konnte. Es gibt einen direkten Bus Nr. 197 vom Flughafen bis zur Station Hobbematstraat, welche sich in unmittelbarer Nähe zum Hotel befindet. Die Anreise dauert ca. 30 Minuten, der Bus fährt alle 15 Minuten. An der gleichen Haltestelle fahren auch die Trams Nr. 2 und 5 an die Centraal Station aslo zum Bahnhof. Ebenfalls ganz in der Nähe des Hotels ist die Tramhaltestelle van Baerlestraat, wo z.B. das Tram Nr. 12 Richtung Messe und zu 2 meiner Frühstücksempfehlungen fährt.

via Bilderberg Hotel
Das Hotel befindet sich im Museumsviertel. Das Rijksmuseum, das van Gogh Museum, das Diamantenmuseum und das Stedelijk Museum sind alle in unmittelbarer und kurzer Gehdistanz. Der Vondelpark, wo man gemütlich spazieren oder Fahrradfahren kann, ist ebenfalls gleich um die Ecke. Das Rijksmuseum ist seit diesem Jahr nach langer Renovationsdauer wieder offen. Es ist eine sehr schöne und ruhige Gegend, weit weg vom Rotlichtviertel oder den Coffee Shops. Man fühlt sich sicher, auch alleine und am Abend.

Trotzdem ist das Hotel wirklich zentral gelegen und auch nur wenige Gehminuten vom Leidseplein entfernt, wo sich unzählige Restaurants und Bars befinden. Mit 18 war ich dort jeweils "im Ausgang". Vom Leidseplein aus gibt es einen schönen Spaziergang an den fünf Grachten vorbei bis zum Königinnenpalast mitten durch die Einkaufsstrassen. Zudem befindet sich in der nächsten Parallelstrasse zum Hotel die Pieter Cornelis Hooftstraat, wo sich die Designerläden tummeln. Massimo Dutti und Zara Home sowie mein absolutes Highlight Riviera Maison findet man dort aber auch, resp. an der Kreuzung zur van Baerlestraat.

Das Hotelpersonal ist hilfsbereit und sehr freundlich. Die Betten sind unglaublich bequem, ich habe selten soooo gut geschlafen. In den Superior Zimmern ist das W-Lan inklusive und man hat wirklich grosse Zimmer mit ausreichend Platz. Es ist trotz der guten Lage wirklich sehr ruhig in einer sehr wenig befahrenen Strasse gelegen und gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen.

Frühstück

Boulangerie 1072:

Per Zufall haben wir an unserem ersten Morgen die Boulangerie 1072 entdeckt. Eine gemütliche kleine Bäckerei im Süden Amsterdams in einem ehemaligen Buchladen. Dort gibt es alles, was das Frühstücksherz begehrt. Ich als Frühstücksliebhaber habe natürlich viel, zu viel bestellt. Die Portionen sind grosszügiger als bei uns. Von zig frischen Brötchen und Baguettes über hausgemachte Scones, Kannel Broodje (ganz leckere Zimtschnecken), Eier, frischgepresster O-Saft, Bio-Joghurt mit Granola und natürlich Kaffee ist alles zu haben. Das Personal - wie überall in Amsterdam unserer Erfahrung nach - sehr freundlich und gesprächig.

via Boulangerie 1072
Eingerichtet ist es sehr gemütlich mit Holztischen und verschiedenfarbigen Holzstühlen. Ich hätte jeden Tag dort frühstücken können, hatte aber irgendwie trotzdem den Drang weitere Restaurants auszuprobieren, auch wenn es von der Atmosphäre her das Gemütlichste war und ich nirgends wieder so leckere Zimtbrötchen bekommen habe.

Pain Quotidien:

Das Frühstück im Pain Quotidien kann ich ebenfalls immer empfehlen und man macht nie etwas falsch. Auch wenn es natürlich überall in allen Städten das gleiche Konzept ist. Ich mag es einfach. Auch in Zürich gehe ich gerne. Man sitzt ebenfalls an gemütlichen Holztischen auf Holzbänken oder Stühlen. Es hat grosse Tische, die man sich mit anderen Gästen teilt. Aber bei den netten Holländern ist das ein Spass. Es ist ebenfalls im Süden von Amsterdam gelegen ganz in der Nähe der oben beschriebenen Boulangerie. Und was ich nicht wusste, es gibt ein Pain Quotidien Kochbuch, welches natürlich sofort gekauft werden musste.

via Pain Quitidien

Es gibt mehrere Pain Quotidien in Amsterdam. Die Homepage hilft euch da weiter.

Bagels & Beans:

Das Bagels & Beans befindet sich in Fussdistanz zum Hotel und man kann auch gut alleine dort frühstücken, so wie ich das einmal machte. Wie ich herausgefunden habe, gibt es diese Kette auch z.B. in Deutschland. In der Schweiz kennen wir Bagels & Beans nicht. Deshalb war es für mich etwas ganz Neues.

via Bagels & Beans
Es gibt eine grosse Auswahl an diversen Bagels mit zig verschiedenen Belegen. Nicht nur klassische Weissmehl-Bagels mit Cream Cheese. Ich habe mich für einen Vollkorn Bagel mit Humus entschieden. Wirklich lecker. Wie fast überall hat man gratis WiFi und es gibt frischgepressten O-Saft. Der Chai Latte ist ebenfalls zu empfehlen.

Auch dort sitzt man an gemütlichen Holztischen und kann dem Treiben zusehen. Take away ist ebenfalls möglich. Es gibt mehrere Bagels & Beans in Amsterdam. Die Homepage gibt Aufschluss darüber, wo überall diese zu finden sind.

Essen

Cau:

Ebenfalls per Zufall haben wir das Cau entdeckt als wir den Königinnenpalast im Rücken geradehinauf  (rechts neben dem Hotel Krasnapolsky) die Foodstrasse hinaufliefen und uns der Hunger packte. Das Cau stach nebst all den anderen Restaurant heraus, da es irgendwie anders aussah. Es ist trendig eingerichtet in schwarz/weiss Optik. Man sitzt auf weissen Sofas oder weissen Stühlen an schwarzen Tischen. Wir hatten Glück und konnten gerade noch den letzten freien Tisch ergattern und das um 14.00 Uhr!

via Cau
Dort ass ich das beste Sandwich sowie ein absolut himmlisches Dessert. Ihr müsst unbedingt das Lomito Open Sandwich testen sowie die Cornflakes Ice Cream. Eine Portion reicht für zwei (ich hätte auch alleine das ganze Dessert essen können, aber für mein Gewissen war es besser zu teilen). Zudem macht man sogar etwas Gutes. Bestellt man dieses Dessert, so wird ein kleiner Betrag davon an ein Kinderhilfswerk gespendet. Schon nur wegen diesem Dessert, aber auch v.a. wegen dem Sandwich würde sich ein baldiger Amsterdambesuch für mich wieder lohnen :-). Das Lomito Open Sandwich möchte ich gerne zu Hause irgendwie hinbekommen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

In De Buurt:

Eine Art Burgladen ist das In de Buurt beim Leidseplein. Ich hab mich für die vegetarische Variante, den Kichererbsen-Burger entschieden und es hat sich gelohnt. Er war super lecker. Mr. C. war von der klassischen Variante ebenfalls sehr angetan. Und obwohl die Portionen sehr grosszügig sind, wurde alles aufgeputzt. Es hat uns so gut geschmeckt. Dazu gab es hausgemachte Pommes. Es gibt aber auch Steaks und der Thai Beef Salat sah ebenfalls sehr lecker aus. Das Pesonal ist sehr freundlich und nimmt sich Zeit für ein Schwätzchen.

via in de Buurt
Vergisst man etwas, kann man es übrigens am nächsten Tag ohne Probleme abholen. Es ist noch dort und wird für einen aufbewahrt :-). Nein, es geht nicht um mich. Ich hab immer schön brav all meine Sachen wieder mitgenommen. Ich würde doch nie einen meiner geliebten Schals (ihr erinnert euch) irgendwo liegen lassen.

Te Pas:

Ein kleines, schickes Restaurant ebenfalls in der Nähe vom Leidseplein gelegen. Im Te Pas gibt es gehobenere Küche, wobei das Menu Surprise zu empfehlen ist und für unsere Verhältnisse auch sehr günstig. Das Personal ist sehr nett und geht auf die Wünsche ein. Obwohl es ein Surprise Menu ist, darf man natürlich sagen, was man absolut nicht mag und das wird selbstverständlich berücksichtigt. Die Weinempfehlungen sind ebenfalls gut.

via Te Pas

Einkaufen

Vom Leidseplein bis zum Königinnenpalast resp. zum Dam an der Leidsestraat, dem Heilige-Weg und von dort links in die Kalverstraat hinauf befinden sich unzählige Läden. Am Blumenmarkt kommt ihr auf dieser Strecke ebenfalls vorbei, wo man viele verschiedene Tulpenzwiebeln oder auch Hanf Starter Kits erwerben kann. Wir werden uns an einem Zitronenbäumchen versuchen, wo wir doch mit den Chilis dieses Jahr so erfolgreich waren (hier). Beim Königinnenpalast befindest sich das Kaufhaus de Bijenkorf, welches viele Designermarken führt. Die Einkaufstrasse zieht sich noch bis zur Centraal Station hinauf, dieser Teil lohnte sich in meinen Augen dann aber nicht mehr.

Auf der eben beschriebenen Strecke findet man die gängigen Ketten wie Zara, H&M und Mango. Es gibt aber auch diverse weitere Läden, die man bei uns nicht kennt. Zudem gibt es viele Schuhläden. Die Läden sind Montag bis Sonntag geöffnet (juhu), wobei Sonntag und Montag teilweise erst am Nachmittag.

Ist man auf der Suche nach Designerläden, so müsst ihr wie schon erwähnt an die Pieter Cornelis Hooftstraat, die sich im Museumquartier befindet.

Es gibt auch diverse Märkte und Flohmärkte. Die Zeit war aber leider zu knapp, alles sehen zu können, was ich gerne hätte (ein Grund, um bald wieder gehen zu müssen :-)). Im Hotel können sie euch diesbezüglich aber bestimmt weiterhelfen.


Generelle Tipps

Wenn ihr in Amsterdam seid, dann müsst ihr unbedingt eine Grachtenrundfahrt machen. Die Stadt sieht vom Wasser aus nochmals ganz anders aus. Es ist beeindruckend wie tief teilweise die Brücken sind und wie schmal gewisse Grachten. Zudem ist es gemütlich, romantisch, besonders charmant und man schont mal die Beine. Mit Kopfhörern erfährt man auch viele interessante Hintergrundinformationen über die Stadt und ihre Geschichte. Hingegen fand ich die Tour mit dem Hop on hop off Bus (ja ich weiss, ich Tourist :-)) in dieser Stadt nicht unbedingt notwendig oder lohnenswert. Man sieht genug, wenn man selber durch die Stadt schlendert und im Reiseführer gewisse Dinge nachliest. Einziger Vorteil war, dass Museumstickets dort günstiger bezogen werden konnten und man sich so auch das lange Anstehen an der Kasse ersparen konnte. Für die grossen Museen können die Eintrittskarten aber ohnehin online gekauft werden.

Ist ein Museumsbesuch geplant oder auch ein Besuch im Anne Frank Haus, nehmt euch genügend Zeit. Die Warteschlangen sind teilweise enorm. Ebenso vor dem Wachsfigurenkapinett von Madame Tussaud. Dieses habe ich nicht besichtigt, aber ich habe beinahe täglich die endlose Warteschlage bestaunt. Ich wusste nicht, dass Wachsfiguren dermassen anziehen. Ein Besuch im Rijksmuseum ist hingegen beinahe Pflicht. Aber es ist wirklich gross, da verbringt ihr locker einen halben Tag und dann seid ihr zügig unterwegs. Will man sich in Ruhe die vielen Gemälde der zahlreichen grossen Künstler ansehen, kann man einen ganzen Tag dort verbringen. Es ist beeindruckend einen Rembrandt in echt zu sehen. Zudem sind seine Gemälde riesig, da habe ich mich ständig gefragt, wie er das gemalt hat resp. wo er den Platz dazu hatte, sind die Häuser doch so schmal :-). Nebst all den Rembrandts gibt es aber auch viel anderes zu sehen. Das Museum führt einen durch die ganze Kunstgeschichte bis in die Neuzeit. Einen van Gogh aber gibt es nur einen. Will man weitere Gemälde von ihm bestaunen, so bietet sich das van Gogh Museum an :-).

Ein "Spaziergang" durch das Rotlichviertel links vom Bahnhof und die Quartiere, wo sich vermehrt Coffee Shops befinden ist durchaus spannend. Das muss man fast gesehen haben, wenn man schon in Amsterdam ist. Ich würde die Stadt nie darauf reduzieren, sie bietet viel, viel mehr, aber es gehört zu ihr. Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht einmal mit seinen eigenen Augen gesehen und erlebt hat, was dort abgeht resp. es mit der eigenen Nase gerochen hat, was gekifft wird. Die Frauen sind m.E. wirklich wie Tiere im Zoo ausgestellt. Am Abend, wenn es dunkel ist, ist das Szenario wegen des roten Lichts noch extremer und es hat brechend viele Leute (hauptsächlich natürlich Männer). Also vielleicht besser ein Besuch am Tag. Und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Von jung bis alt, von dünn bis dick, von gross bis klein, von blond bis braun, wirklich ALLES.

Auch wenn man Amsterdam am besten zu Fuss entdeckt, sind wir doch einige Male Tram gefahren, mindestens einmal pro Tag. Einzelfahrten werden im Tram direkt gelöst. Kostenpunkt EUR 2.80. Tageskarten oder Mehrtagespässe gibt es auch. Wir haben unsere bei der Centraal Station also beim Bahnhof gekauft.

Es gibt wirklich Unmengen zu sehen in Amsterdam. Befasst euch also vorher mit einem Reiseführer schon mit dem Aufenthalt und damit, was ihr alles sehen und machen möchtet. Alles wird kaum möglich sein. Zudem sollte noch Zeit bleiben einfach mal auf eine Bank an einer Gracht zu sitzen und die Stadt zu beobachten oder es sich in einem Kaffee gemütlich zu machen.

So, jetzt habe ich euch zu Tode gequatscht. :-) Das waren meine Amsterdam Highlights. Insbesondere die Boulangerie 1072 sowie das Cau sind mit 100%-iger Sicherheit auf meiner To Do Liste für den nächsten Amsterdam Besuch, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Und, habe ich euch auf den Geschmack gebracht?

Alles Liebe,

Kommentare :

  1. Hallo Coco, ich habe soeben dein Blog entdeckt... Kompliment! In Amsterdam war ich vor Jaaahren einmal, und mir hat die Stadt so gut gefallen!

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    1. Liebe Karin

      Schön hast du den Weg zu mir gefunden und danke für das liebe Kompliment! :-)

      Wenn du kannst, geh mal wieder nach Amsterdam. Es lohnt sich.

      Liebe Grüsse,
      Corinne

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  2. Ich war dort vor einigen Jahren und wie du sagst ich werde auch sicherlich nochmals Amsterdam besuchen.
    Deswegen danke für deine Tipps ich werde diese sicherlich gut brauchen:-)))
    LG colores

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    1. Liebe Colores

      Es freut mich, wenn ich dir mit den Tipps helfen konnte. Ich bin noch immer ganz begeistert :-).

      Liebe Grüsse
      Corinne

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  3. super tipps! ich habe mir einiges rausgeschrieben und freue mich schon auf meinen trip nach amsterdam nächste woche.

    vg
    dahi

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Corinne