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Dienstag, 17. Januar 2017

Tomaten Chili und Ingwer Chutney - der ideale Käsepartner

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Inspiriert durch den Besuch an den Feiertagen bei Mr. C.‘s Eltern hatte ich mal wieder Lust ein Chutney zu kochen. Dort gabt es nämlich an einem Abend ganz wunderbare Chutneys, in die ich mich hätte reinlegen können. Schön feurig scharf und eine wahre Geschmacksexplosion im Mund mit all den leckeren Gewürzen. Obwohl es noch zig andere Leckereien gab, ass ich dazu einfach etwas Käse und eine Scheibe Brot. Mehr braucht es nicht, damit mein Foodie Herz glücklich ist und höher hüpft. Das (Food) Leben kann so einfach sein…


Also hab ich Pinterest nach Chutney Rezepten befragt. Keine so gute Idee, denn dort wird man förmlich erschlagen. Nun gut, meine Suche war auch etwas unspezifisch. Einfach mit dem Suchbegriff „Chutney“. Muss ich mich eigentlich nicht wundern. Genauso unspezifisch habe ich dann angefangen die Rezepte zu pinnen. So ganz ohne Plan, wie, wo, was. Egal. „Klingt gut, wird gepinnt“ war mein Motto. Ein paar Tage später dann habe ich die Rezepte mal etwas genauer studiert. „Mango Chutney, mmmhhhhhh lecker, aber das passt irgendwie besser zum Frühling.“ „Feigen Chutney, juhu, aber wo bekomme ich denn jetzt noch frische Feigen zu einem angemessenen Preis? Nächsten Herbst dann.“ „Da muss ich ja nur zwei, drei Zutaten miteinander vermischen, das ist zu einfach für einen Kochblog.“ „Huch, was für Gewürze und Zutaten sind das denn?! Wo krieg ich die denn überhaupt her?!“ Also auch keine Option. Und so hab ich mich von Rezept zu Rezept durchgehangelt, bis ich beim Tomaten Chili Chutney hängen geblieben bin. Einfach in der Zubereitung, mit Zutaten, die ich einfach im Supermarkt finde oder schon Zuhause habe. Das einzig einigermassen Exotische sind die Senfsamen. Aber auch die sind problemlos aufzutreiben (ich hatte sie schon). Ding, ding, ding, der Kandidat hat hundert Punkte und die Ehre ausprobiert zu werden.


Also habe ich mich ans Werk gemacht. Die Zubereitung an sich geht schnell und ist einfach. Einzig beim Einköcheln muss man etwas Geduld haben. Aber das geht ja praktisch von selbst. Nur hin und wieder braucht das Chutney etwas Aufmerksamkeit, indem man es umrührt und seine Konsistenz überprüft. Hat aber etwas Meditatives, das Köcheln lassen und Umrühren wie ich finde. Und der Geschmack, der in der Wohnung versprüht wird. Herrlich. Ein Hauch Exotik. Und bei den kalten Tagen, an denen ich das Haus nicht verlassen will (ihr erinnert euch *klick*), die ideale Beschäftigung.


Das Chutney ist geling sicher und wirklich lecker. Für mich persönlich dürfte es noch einen grossen Ticken schärfer sein. Also wer es scharf mag, der kann problemlos die doppelte Menge Chili zugeben. Oder die kleinen, scharfen, fiesen Chilis verwenden. So ist es nämlich überhaupt nicht scharf. Schmecken tut es aber natürlich trotzdem, insbesondere zu einem würzigen Hartkäse wie Gruyère. Ich stelle es mir auch ganz wunderbar zu einem Steaksandwich vor oder zu einem Kirchererbsenbratling.

Das Rezept habe ich von hier. Die Menge ergibt ca. 750 ml.

Zutaten

800g gehackte Tomaten aus der Dose (800 g mit dem Saft, das entspricht 2 Büchsen)
2 – 4 rote Chili, entsteint und grob gehackt
2 Zwiebeln, grob gehackt
2 Knoblauchzehen, grob gehackt
15 g Ingwer, grob gehackt
450 g Zucker
200 ml Weiss- oder Apfelessig (ich nahm Apfelessig, da ich den schon hatte)
1 TL Senfsamen
Salz und Pfeffer

Zubereitung

Die gehackten Tomaten in ein Sieb geben und Saft in eine Schüssel abtropfen lassen. Ein Viertel des Saftes (das entsprach bei mir ca. 125 ml) braucht ihr dann für das Chutney. Den Rest könnt ihr als Tomatensaft trinken oder für eine Tomatensugo verwenden.


Chili, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch in einen Hacker oder einen Blender geben und zu einer geschmeidigen Paste verarbeiten. Zusammen mit dem Zucker, dem Essig, den 125 ml Tomatensaft und den Senfsamen in einen Topf geben.


Das Ganze gut vermischen und bei mittlerer Hitze aufkochen. Weiterköcheln lassen bis 1/3 der Flüssigkeit eingekocht ist. Das geht ca. 15 Minuten. Die abgetropften und gehackten Tomaten sowie die Senfsamen zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Die Hitze leicht reduzieren und das ganze nun für 1 bis 1.5 Stunden einkochen lassen. Das Chutney ist fertig, wenn es dick und glänzend ist. Bei mir dauerte das Ganze 1 Stunde und 15 Minuten, bis die richtige Konsistenz erreicht war. Vor dem Servieren abkühlen lassen. In Glasbehältern ist es im Kühlschrank ca. 1 Monat haltbar.

Gerne möchte ich noch ein scharfes Chutney zaubern. Wer hat mit ein Rezept?

Alles Liebe,

Dienstag, 25. Oktober 2016

Schinkengipfeli aka Schinken Hörnchen - typisch auf dem Schweizer Party Buffet

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Seit dem ich den Blog betreibe, bin ich lustiger weise fasziniert von den Statistiken. Es geht mir nicht darum, möglichst viele Seitenzahlen oder Besucher zu haben. Diese Zahl interessiert mich nicht primär und da bin ich entspannt, weil das Ganze für mich einfach ein schönes Hobby und ein toller Austausch ist. Aber sowohl beim Blogger Tool selber als auch bei Google Analytics lässt sich so einiges herauslesen. Natürlich auch die Seitenaufrufe und woher die Besucher kommen, aber auch wie sie den Weg zur Seite gefunden haben und mit welchem Stichwort gesucht wurde. Und so kann ich über die Jahre durchaus Tendenzen beobachten. Welche Blogposts „ziehen“ das ganze Jahr über und welche werden regelmässig, aber immer zu einer bestimmten Zeit aufgerufen.


Zu den alltime favorites zählen ganz klar der Bericht über das Gästezimmer und meist wird der Weg zum Blogpost via die Google Bildersuche aufgerufen. Auch der no Bake Cheesecake ist ein Dauerbrenner. Dort allerdings finden die meisten über Pinterest den Weg zu mir. Ebenso beim finalen Update zum Wohnzimmer, obwohl das wahrscheinlich nicht absolut final war. Egal.


Ganz aktuell sind die Zuckersterne wieder sehr beliebt. Das lässt sich bestimmt mit der nahenden Adventszeit und Gedanken zu kleinen Präsenten erklären. Auch in der Vergangenheit wurde dieser Beitrag vermehrt im Herbst bis Weihnachten aufgerufen. Auch wieder hoch im Kurs ist momentan der Chai Tee à la Starbucks. Das lässt sich mit der Jahreszeit erklären. Ich muss jedes Jahr wieder aufs Neue schmunzeln, wenn ich solche Tendenzen herauslesen kann. Und natürlich ist es schön, wenn auch alte Beiträge regelmässig Beachtung finden. Schliesslich steckt hinter jedem Beitrag – trotz Hobby – auch immer etwas Arbeit.


Mal schauen, wie sich der heutige Blogpost in der Welt der Statistiken schlagen wird. Durch die Suche werden wahrscheinlich keine Leser von Deutschland den Weg zu mir finden. Der Begriff „Gipfeli“ ist bei meinen Deutschen Lesern bestimmt eher unbekannt. Ich glaube, die Dinger werden bei euch Hörnchen genannt und sind in der Regel süss. In der Schweiz weiss aber praktisch jeder, was ein Schinkengipfeli ist und bestimmt haben es auch 99% der hier lebenden Personen schon gegessen. Schinkengipfeli gibt es bei uns typischerweise jeweils an einem Apero / an einer Feier. Sei es ein Geburtstag, eine Bürofeier oder, oder, oder.


Damit die Gipfeli oder Hörnchen so schön regelmässig werden und ich auch nicht zu viel Füllung reinpappe, verwende ich übrigens jeweils den Gipfeler. Hier und hier habe ich schon Rezepte mit der Schablone gezeigt (einmal den grossen und einmal den kleinen Gipfeler). Beichten muss ich noch, dass es sich an sich gar nicht im klassische Schinkengipfeli handelt, da gar kein richtiger Schicken drin ist, sondern Bauern- oder Schweinebratwurst. Aber diese Masse lässt sich einfach besser verstreichen. Schmecken tun sie auch so wie die „richtigen“ Schinkengipfeli. Wenn nicht sogar noch besser. Das Rezept habe übrigens von meiner ganz lieben Freundin K. Kürzlich waren wir bei ihr, ihrem Mann und ihren zwei süssen Kindern zum Apero eingeladen und es gab natürlich – wie es sich in der Schweiz gehört – Schinkengipfeli. Ich konnte mich so in die Dinger reinlegen, dass ich das Rezept haben und es natürlich auch sofort auf dem Blog verewigt sein musste. Ehre wem Ehre gebührt und ich hoffe für dieses Rezept, dass es sich auch ganz wunderbar als Dauerbrenner in der Blogstatistik finden wird. Ich bin gespannt, ob sich meine Vermutung bewahrheiten und das Rezept hauptsächlich von Schweizern gesucht wird.

Für 16 kleine Gipfeli braucht ihr:


Zutaten

1 runder Blätter- oder Kuchenteig
1 Bauernbratwurst resp. Schweinebratwurst
1 EL geschnittener Schnittlauch
1 EL gehackte Petersilie
2 EL Halbrahm / halbfett Sahne
Salz und Pfeffer
etwas Knoblauchpulver
1 Ei
wenig Milch


Zubereitung

Masse der Bauern- oder Schweinebratwurst aus der Haut lösen und in eine Schüssel geben. Mit den übrigen Zutaten zu einer streichfähigen Masse verrühren. Ist die Masse noch zu dick, etwas mehr Sahne zugeben.


Entweder den fertig und rund ausgewallten Teig in 16 Stücke teilen oder den Gipfeler fest auf den Teig drücken. Füllung gleichmässig auf dem Teigverteilen. Entweder in die Aussparung des Gipfelers oder sonst je einen Kleks Fülling auf das hintere Drittel geben und links sowie rechts einen Rand belassen.


Ei aufschlagen und trennen. Das Eigelb mit einem kleinen Schuss Milch vermengen. Bevor ihr die Gipfeli aufrollt, den Teig mit Eiweiss bestreichen. So klebt alles schön zusammen. Nun die Hörnchen von der breiten Seite her aufrollen und Enden leicht zusammendrücken. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit Eigelb bestreichen. Für 35 – 40 Minuten im auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Backofen backen.


Die Gipfeli schmecken lauwarm oder auch kalt. Gibt es sie bei uns als Abendessen, so serviere ich jeweils noch Salat dazu.

Kennt ihr Schinekgipfeli?

Alles Liebe,

Freitag, 8. April 2016

Lachsröllchen - eine kleine Leckerei zum Aperitif

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Da überlegt man sich ein Rezept für den Blog. Durchforstet Pinterest, diverse Kochbücher und befragt Google. Man stellt sich das passende Rezept zusammen, kauft ein. Es wird geschnippelt und gekocht. Das Setting wird aufgestellt und alles schön ausgeleuchtet. Anschliessend werden die Bilder gemacht, voller Vorfreude. Der Magen knurrt zwischenzeitlich. Deshalb wird das Shooting irgendwann bald beendet und die Speisen werden serviert. Und dann die grosse Ernüchterung. Das schmeckt nicht wirklich. Eigentlich überhaupt nicht. Zumindest uns nicht. Die Rede ist von der momentan viel gehypten Pizza mit Blumenkohlboden. In so vielen gesunden Kochbüchern und auf Pinterest entdeckt. Sie wäre doch so passend, jetzt da wir wieder vermehrt Sport machen. Und ich hätte mal wieder ein tolles Rezept für den Blog. Eines, das nicht nur eine Kleinigkeit, ein Snack oder eine Frühstücksidee ist. Nein. Mal wieder ein Abendessen. Das wäre schon toll.


Aber, wenn mir etwas wirklich nicht schmeckt, dann stelle ich es bestimmt nicht auf meinen Blog. Hier zeige ich euch wirklich nur diejenige Rezepte, die von mir und Mr. C. für lecker befunden werden. Es muss sich dabei nicht um Haute Cuisine handeln. Ganz und gar nicht. Auch ganz einfache und schnelle Rezepte dürfen es sein. Aber schmecken, das müssen sie. Lieber der zigste, dafür leckere Quinoasalat anstelle einer trendigen, aber für uns nicht leckeren Pizza. Deshalb musste ich anschliessend improvisieren und es gibt schon wieder nur einen einfachen und kleinen Snack heute. Ganz auf ein Rezept verzichten wollte ich dann nämlich doch nicht. Da nebst dem 100% Job bei den momentanen Lichtverhältnissen ein Abendshooting noch nicht drin liegt, muss alles am Wochenende vorbereitet werden. Viel Flexibilität gibt es da nicht. Ich freu mich schon, wenn ich auch mal wieder unter der Woche shooten kann.


Aber dafür wird mit dem heutigen Rezept euer Gaumen nicht enttäuscht. Ihr erschreckt nicht beim ersten Bissen und euer Mund zieht sich nicht zusammen. So erging es mir nämlich leider bei der Pizza. Und nicht nur mir, sondern auch Mr. C. war ganz und gar nicht begeistert. Das obwohl er wirklich alles mag, ein unkomplizierter Esser ist und auch alles ohne Vorbehalte probiert, wir beide Blumenkohl auch wirklich mögen. Aber in dieser Kombination ist es einfach nichts für uns. Da wünschte ich mir, ich hätte statt der Blumenkohlpizza den gebackenen Blumenkohl mit Tahini Sauce oder den Blumenkohlsalat zubereitet. Aber nein. Ich musste einen Foodtrend ausprobieren.


Zeigen könnt ich euch die Blumenkohlpizza übrigens nicht mehr. Ich habe alle Fotos gelöscht. Einen solchen Fail muss ich nicht behalten. Und auch gibt es heute noch nicht den zigsten Quinoasalat. Der kommt bestimmt bald, da habe ich nämlich letztens eine ganz leckere Kombination gemacht, das nur so am Rande. Heute gibt es eine schnelle Snackidee, wenn ihr Freunde für einen Aperitif mit Häppchen zu Besuch habt. Im Sommer auch lecker für ein Picknick oder als etwas sättigende Beilage zu einem grünen Salat. Die Rede ist von Lachsröllchen oder Lachsschnecken.


Das Rezept stammt improvisiert von mir und reicht für 4 Personen zum Aperitif:

Zutaten

4 Weizentortillas (normale Grösse, nicht die kleinen)
1 Packung Cantadou mit Meerrettich oder anderer Frischkäse mit Meerrettich
4 Hand voll Rucola oder Jungspinat, gewaschen
ca. 12 Scheiben geschnittener Rauchlachs

Zubereitung

Jede Tortilla mit 1/4 des Cantadous bestreichen. 1 Packung Cantadou à 125 g reicht nämlich genau zum Bestreichen von 4 Tortillas. Rucola oder Jungspinat etwas zerzupfen und ebenfalls auf den Tortillas verteilen. Je ca. 3 Scheiben Lachs auf eine Tortilla geben.


Nun das Ganze der Länge nach fest aufrollen. Immer mal wieder die Rolle zusammendrücken und die Masse in der Rolle gleichmässig in die Längen verteilen. Nun die Rolle in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf einem Teller anrichten.


Das Rezept lässt sich beliebig anpassen, je nach Vorlieben. Für vegetarische Variante nehme ich gerne einen Kräuterfrischkäse mit Blattspinat oder Rucola. Für eine mit Fleisch gebe ich noch Trockenfleisch wie Bündner Fleisch oder ganz dünn geschnittenen CHorizo dazu. Das Ganze funktioniert statt mit Tortillas auch mit selbst gemachten Omeletten.


Ihr seht also, ein ganz vielseitiges und variables Rezept. Bei einer grösseren Gesellschaft kann man ganz diverse Sorten auftischen.

Was war euer letzte Food Fail?

Alles Liebe,

Montag, 12. Oktober 2015

Authentischer Hummus und Baba Ganoush - Libanesische Themenwoche

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Manchmal ist das Leben als Blogger schon toll. Meistens eigentlich, aber manchmal macht man sich halt selber Druck, ist unzufrieden mit den Fotos oder hat ein schlechtes Gewissen, weil man nicht wie gewohnt postet. Zumindest geht es mir so. Manchmal aber ist es einfach nur toll und das Bloggen bietet ungeahnte Möglichkeiten. So auch kürzlich, als ich vom Globus am Bellevue an einen libanesischen Kochkurs eingeladen wurde. Da musste ich mich natürlich nicht zwei Mal fragen lassen, ob ich daran teilnehmen will. Bisher wusste ich nämlich gar nicht, dass Globus am Bellevue regelmässig Kochkurse anbietet.


Die libanesische Küche habe ich bisher nur im Restaurant genossen, war jedes Mal schwer begeistert, habe mich aber bis auf Hummus (der aber anscheinend so nicht authentisch ist) zu Hause noch nicht daran versucht. Perfekt also, wenn man nun von einem langjährigen Restaurantbesitzer und Koch, der sein Handwerk jahrelang vor Ort erlernt hat, Tipps holen kann, so dass sich die Rezepte auch zu Hause ganz einfach umsetzen lassen. Gezeigt wurden einige der beliebtesten Mezze. Das waren insgesamt 8 an der Anzahl und meine Lieblinge waren mit dabei. Ganz alle kann ich hier auf dem Blog nun allerdings nicht mit euch teilen, so viel Geduld in der Küche habe ich dann doch nicht. Aber 5 sollen es sein und deshalb gibt es diese Woche auf Coco’s Cute Corner eine libanesische Themenwoche. Ihr kennt das ja schon von der Tapas Woche oder der Picknick Woche.


Es erwarten euch jede Menge an unglaublichen Leckereien. Von authentischem Hummus, Baba Ganoush, libanesischem Taboule, Spinattaschen und Fleischtaschen findet ihr hier alles. Gestartet wird ganz einfach mit Hummus und Baba Ganoush. Morgen folgt der Taboule. Donnerstag die Teigtaschen mit Spinat und Freitag diejenigen mit Fleisch. Mittwoch ist natürlich – wie immer – das Quote der Woche an der Reihe.


Das Rezept ist jeweils für 5 Personen. Allerdings wird natürlich davon ausgegangen, dass eine kleine Mezze Variation serviert wird. Für 5 Personen reicht diese Menge zum Apero. Serviert natürlich mit Fladenbrot.Wobei wir hatten zu 5 mit dieser Menge wirklich mehr als genug. Aber lieber zu viel als zu wenig, so dass Mr. C. und ich am Sonntag gleich noch ein libanesisches Abendessen geniessen konnten.

Hummus

Zutaten

350 g Kichererbsen, gekocht*
1 Knoblauchzehe, gepresst*
1 TL Zitronensalz (ich habe dafür etwas Salz und 2 EL Zitronensaft* genommen)
100 g Tahini (Sesampaste)*
1 - 2 EL Olivenöl
etwas Wasser bei Bedarf

Zubereitung

Damit der Hummus richtig gut wird, soll man keine Kichererbsen aus der Dose verwenden, hiess es am Kochkurs. Ja, der Aufwand ist bedeutend grösser, aber man kann auch 1 kg vorbereiten, portionenweise einfrieren und bei Bedarf im heissen Wasser kurz auftauen. Die Kichererbsen in der 3-fachen Menge Wasser über Nacht einweichen. Am nächsten Tag werden sie in demselben Wasser gekocht, bis sie weich sind. Das dauert ca. 3.5 Stunden. Der Schaum muss abgeschöpft werden und wenn das Wasser aufgebraucht ist, einfach nachschütten. Damit sich die Schale von den Kichererbsen löst, wird nach dem Kochen so lange kaltes Wasser zugefügt und umgerührt, bis es klar ist.


Nun die Kichererbsen mit den übrigen Zutaten pürieren. Es sollte eine glatte, nicht zu feste Paste entstehen. Ist sie zu dick, etwas kaltes Wasser zugeben. Zum Anrichten etwas Olivenöl in eine Mulde geben, Kichererbsen und ev. glatte Petersilie dazu und wer will noch mit Kreuzkümmel und Paprika für etwas Farbe sorgen. Wer es zitroniger mag, einfach etwas mehr frischen Zitronensaft zufügen. Der Hummus wird so schon zarter, wie mit Kichererbsen aus der Dose. Soll es aber mal schnell gehen, werde ich sicherlich wieder auf Dosenkichererbsen zurückgreifen und diese vor dem Pürieren einfach ganz gründlich abspülen.

Baba Ganoush

Zutaten

350 g Auberginen, grilliert, geschält*
1 Knoblauchzehe, gepresst*
1 TL Zitronensalz (ich habe dafür etwas Salz und 2 EL Zitronensaft* genommen)
100 g Tahini (Sesampaste)*
1 - 2 EL Olivenöl Olivenöl
Granatapfelkerne*

Zubereitung

Den Ofen auf 200° C vorheizen (Grillfunktion). Die Auberginen waschen und an verschiedenen Stellen mit der Gabel anpicken. So gelangt das rauchige Aroma in die Aubergine. Auf einem Backblech ca. 30 Minuten backen, bis die Aubergine weich wird und anfängt einzufallen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.


Nachdem die Aubergine genügend abgekühlt ist, das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen oder die Haut einfach abziehen. Giesst man nämlich kaltes Wasser über die Aubergine, so löst sich diese von alleine ab. Im Mixer mit den übrigen Zutaten zu einer weichen Masse pürieren. Das Mousse mit etwas Olivenöl und Granatapfelkernen anrichten.Wer es zitroniger mag, einfach etwas mehr frischen Zitronensaft zufügen.


Wem der Aufwand für zu Hause dann doch zu gross ist, geht am besten gleich direkt ins Restaurant Noon in Zürich. Der Besitzer ist super nett und der Koch kann wirklich zaubern.

Kennt ihr die libanesische Küche?

Alles Liebe,






* die Produkte wurden mir von Globus am Bellevue zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Montag, 14. September 2015

Süsskartoffel Chips - süss, salzig, knusprig

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Ja, letzte Woche war es ruhig hier auf dem Blog. Aber ich habe mir mal eine Woche Auszeit gegönnt. Einige Tage verbrachten wir in Barcelona (wie scheinbar zig tausende andere Touristen auch) und die anderen Tage haben wir es uns zu Hause gemütlich gemacht. Einfach so. Es war herrlich, mal keine sozialen Medien zu checken und einfach in den Tag hinein zu leben. Mal wieder ausgiebig Zeit mit Mr. C. zu verbringen. Oder auch mal lange ausschlafen. Es hat richtig gut getan.


In Barcelona haben wir auch nicht das Touri Programm abgespuhlt, sondern uns nach Lust und Laune treiben lassen. Mir persönlich hatte es an den bekannten Touristen Orten ohnehin immer viel zu viele Leute. Ich bin nicht empfindlich, aber so einen Menschenstrom wie in Barcelona habe ich selten gesehen. Schade eigentlich. Da verging mir die Lust nach Sightseeing.


Wegen meinem Rücken blieb die schwere Kamera übrigens meist im Hotelzimmer und so kann ich euch leider nicht mit einer Bilderflut hier verwöhnen. Aber das Nichtstun hat wirklich geholfen und mein Rücken ist wieder fast normal. Ich fühl mich beinahe wie neu geboren. Jetzt mach ich brav täglich meine Übungen und hoffe, dass die Schmerzen nicht wieder kommen. Ein einziger Punkt drückt noch etwas, aber ansonsten. Kein Vergleich zu vorher. Ich kann sogar wieder länger als eine halbe Stunde sitzen, ohne anschliessend nur noch gekrümmt stehen zu können. Herrlich sag ich euch.


Deshalb wird jetzt wieder voll motiviert gebloggt, gekocht und gebacken. Gestartet wird sanft. Ich weiss, Snacks gab es erst in Form dieser gebackenen Kichererbsen, aber Snacks gehen schliesslich immer. In gesund sowieso. Heute deshalb herrlich leckere Süsskartoffelchips. Etwas Geduld ist gefragt und etwas Ausprobieren auch. Ich hab mich durch zig Rezepte gewälzt und überall etwas anderes gelesen, was die Hitze des Ofens und die Dauer des Backvorgangs anbelangt. Die Grenze zwischen innen noch latschig, knusprig und plötzlich schwarz kann innerhalb von Sekunden variieren. Deshalb sollte man die Dinger nicht aus den Augen lassen. Aber es lohnt sich. Die Menge ergab ca. 9 Bleche. Man kann also gerne weniger machen. ;-)

Zutaten

3 Süsskartoffeln
Meersalz
ca. 2.5 EL Olivenöl

Zubereitung

Entweder die Süsskartoffel schälen oder die Schale gründlich abbürsten. Anschliessend die Süsskartoffeln in 2mm dünne Scheiben hobeln. Die Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, so dass sie schön nebeneinander liegen. Jede Scheibe mit ganz, ganz wenig Öl bestreichen und mit Meersalz bestreuen.


Anschliessend in dem auf 200° C Umluft vorgeheizten Backofen für ca. 12 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Das hängt aber wirklich etwas von eurem Ofen ab. Ihr solltet auch darauf achten, dass die Scheiben etwa gleich gross sind, so dass die Backzeit nicht erheblich variiert. Bräunen die Ränder leicht an, solltet ihr die Chips aus dem Ofen nehmen, so dass sie nicht verbrennen.


Belohnt wird eure Geduld mit süss-salzigen knusprigen Chips, die echt Suchtpotential haben. Selbst meine Mama war ganz begeistert. Und das will etwas heissen. ;-)

Braucht ihr auch manchmal einfach eine kleine Auszeit?

Alles Liebe,

Freitag, 28. August 2015

Geröstete Kichererbsen - der gesunde Snack

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Es ist tatsächlich so, dass ich seit meiner Saftkur etwas weniger Hunger habe, also irgendwie schneller satt bin und auch wieder bewusster esse. Klar sündige ich noch. Ich bin kein Fan von Einschränkungen und Verboten, weil man dann bestimmt immer genau auf das Lust hat, was man nicht essen darf. Zumindest ticke ich so. Aber ich sündige weniger, bewusster und geniesse die Sünde mehr.


Als kleine Sünden verstehe ich hauptsächlich Süsses, aber auch Snacks wie Chips. Chips habe ich ganz selten zu Hause. Denn wenn man mit den Dingern mal startet, dann ist schwups irgendwie die ganze Packung leer. Einzig Nachos oder auch Vollkorn-Chili Chips (da rede ich mir ein, dass ich mir mit dem Vollkorn noch etwas Gutes tue, haha. Weiss gar nicht, ob es die in Deutschland gibt?) hüpfen ganz, ganz selten in meinen Einkaufskorb.


Jetzt, wo es langsam herbstelt und die Abende kühler und merklich früher dunkel werden, macht man es sich eher wieder zu Hause auf dem Sofa mit einem Film gemütlich (oder mit allen Sex and the City Folgen vorwärts und rückwärts. An denen kann ich mich zur Verzweiflung von Mr. C. nie, nie, nie satt sehen und jedes Mal will ich unbedingt und sofort nach New York ;-)).


Aber egal, wofür ihr euch entscheidet, an so einem Filmeabend will ich nicht an Knäckebrot oder ähnlichem knabbern. Es sollte schon so eine Art chipsiger Snack sein. So bin ich auf meiner Suche nach gesunden, knackigen Snacks auf geröstete Kichererbsen gestossen. Klingt vielleicht langweilig, aber mit exotischen Gewürzen sind sie wirklich mit knusprigen Chips vergleichbar. Aber viel weniger fettig natürlich. Und man kann sie sogar für eine exotische Note statt Kernen über den Salat geben. Inspiriert habe ich mich bei diversen Rezepten via Pinterest. Herausgekommen ist das:

Zutaten

1 Dose Kichererbsen
2 EL gemahlener Kreuzkümel
1 EL Knoblauchpulver
1 EL Paprikapulver
2 TL gemahlener Ingwer
2 TL Madras Curry Pulver
1 TL gemahlener Kardamon
1 EL geschmolzenes Kokosnussöl

Zubereitung

Kichererbsen abgiessen, gründlich waschen und gut trocken tupfen. Sind die Kichererbsen noch nass, nehmen sie zum einen die Gewürze weniger gut an und zum anderen werden sie im Ofen weniger knackig oder müssen länger geröstet werden.


Gewürze gründlich miteinander vermischen. Nun die Kichererbsen mit 2-3 EL der Gewürzmischung und dem Kokosöl in eine Schüssel geben und ordentlich vermengen. Ofen auf 200°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Kichererbsen gleichmässig darauf verteilen.


Das Ganze kommt nun für 20 Minuten in den Ofen. Anschliessend Kichererbsen durchmischen und nochmals für 10-15 Minuten rösten, bis sie schön fest und knusprig sind. Auskühlen lassen und fertig ist ein gesunder Snack für Zwischendurch.

Was bereitet ihr für gesunde Snacks zu?

Alles Liebe,

Freitag, 19. Juni 2015

Kartoffelecken mit Knoblauchdip - Tapas Woche bei Coco's Cute Corner

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Wir sind schon beim letzten Rezept der Tapas Woche angelangt. Es gab bisher Knoblauchchampignons, Chiligarnelen und zweierlei marinierte Oliven. Als grande finale und krönenden Abschluss stelle ich euch Kartoffelecken mit Knoblauchdip vor.Schön zu sehen vorne auf dem Bild und ja, wir haben die ganze Schale an einem Abend verputzt. :-)


Am ersten Tag der Tapas Woche habe ich euch bereits gesagt, dass diese Woche nur etwas für Knoblauchliebhaber ist. Denn in jedem Rezept hat es ordentlich Knoblauch drin. Wir sind absolute Knoblauchjunkies, Vamipre hätten bei uns keine Chance. Zum Glück ticken Mr. C. und ich da genau gleich. Ansonsten hätten wir echt ein Problem. Dieses Rezept heute ist das absolute Knoblauchhighlight der Woche und das will was heissen. Der Dip mit geröstetem Knoblauch ist so, so, so lecker, in den könnte ich mich echt reinlegen. Den gibt es in Zukunft auch einfach mal so, ohne die weiteren Tapas und ganz ohne Kartoffelecken, einfach so zum Brot oder pur, ähm ja. Der Knoblauch wird durch das backen aber milder und süsslich. Einfach nur herrlich. Sooo schlimm ist dieser Dip somit gar nicht.


Wer jetzt denkt, dass man für Tapas stundenlang in der Küche stehen muss, der täuscht sich. Ja, man hat so einige Gerichte, die man zubereiten muss und es mag nach viel aussehen. Aber die meisten Gerichte sind echt schnell gemacht. Die Oliven und Chiligarnelen gehen so schnell und fast von selbst. Und auch die beiden etwas aufwändigeren Gerichte, die Knoblauchchampignons und die heutigen Kartoffelecken mit Knoblauchdip gehen nicht allzu lange, resp. macht da der Ofen die meiste Arbeit und man kann in der Zwischenzeit die anderen Gerichte zubereiten oder sich entspannen. Also nur keine Angst, da gibt es weitaus zeitintensivere Gerichte, als die Zubereitung von Tapas.


Auch dieses Tapas Gericht ist für zwei Personen und stammt wie die Knoblauchchampignons aus dem Buch Tapas, der Geschmack Spaniens. Ich hab allerdings die Mayo reduziert, so dass ich mich wirklich in den Dip reinlegen kann

Zutaten

Kartoffelecken
5 grosse Kartoffeln, ungeschält
1/2 - 1 EL Olivenöl
1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 TL Salz

Knoblauchdip
(ich hab die ganze Menge vom Rezept zubereitet, für die Menge Kartoffeln bräuchte man an sich nicht so viel ;-))
2 Knoblauchknollen, in Zehen zerteilt
1 EL Olivenöl
Salz
5 EL Naturejoghurt
3 EL Crème Fraiche
1 EL Mayo

 

Zubereitung

Für den Dip den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Knoblauchzehen nebeneinander ungeschält in eine Auflaufform geben. Das Olivenöl zufügen und die Zehen gründlich darin wenden. Den Koblauch im Ofen 25 Minuten weich rösten. Anschliessend auf lauwarme Temperatur abkühlen lassen.


Jetzt die Knoblauchzehen schälen, auf ein Brett legen und mit Salz bestreuen. Mit einer Gabel zu einer Paste zerdrücken und diese in eine Schüssel geben. Mit den übrigen Zutaten vermengen und mit Frischhaltefolie abgedeckt bis zum Servieren kalt stellen.


Die Kartoffeln gut waschen, halbieren und je in 3 Spalten schneiden. In eine Schüssel geben. Olivenöl, Knoblauch und Salz zufügen und gut mischen. Die Spalten nebeneinander in eine Auflaufform geben und im ebenfalls auf 200°C vorgeheizten Ofen 1 Stunde bis 1 1/4 Stunden goldbraun braten. Sofort servieren und den Dip dazu reichen.

Wie hat auch die Tapas Themenwoche gefallen? Zu viel Knoblauch? :-)

Alles Liebe,