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Dienstag, 10. Januar 2017

Kale Chips - ein gesunder Superfood Snack

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Ist das kalt draussen. So kalt, dass ich am liebsten die Wohnung gar nicht mehr verlassen möchte und das obwohl ich die Kälte eigentlich gewohnt sein sollte, habe ich doch meine ersten Lebensjahre in den Bergen auf 1‘800 M.ü.M. verbracht. Winter in den Bergen finde ich herrlich, aber bei uns mag ich das irgendwie so gar nicht. Erstens, weiss ich nicht, was ich zur Arbeit anziehen soll. Immer nur die dicken Kuschelpullis zu Hosen sind einfach langweilig. Im Moment aber die einzige Option, friere ich mir doch sonst meinen A…. ab. Zweitens die Schuhe. Immer die dicken Stiefel sind genauso langweilig. Aber mit anderen Schuhen breche ich mir ein Bein plus mache ich sie zur Sau, wenn die Trottoirs gesalzen sind. Die Salzränder gehen einfach nie wieder aus. Irgendwelche „schönen“ Schuhe mit ins Büro nehmen, das könnte ich ja schon, aber die Dinger immer hin- und herschleppen, habe ich auch keine Lust. So. Und drittens mag ich bei der Kälte einfach so gar nichts unternehmen, auch wenn die Schneelandschaft im Wald wunderschön ist.


Wie gesagt, ich liebe den Winter und den Schnee in den Bergen. Hier muss ich so viele Schichten anziehen, dass ich mich anschliessend kaum mehr bewegen kann. Und das Gesicht friert trotzdem noch immer. Meine Thermowäsche ist – wo könnte es anders sein – eben in den Bergen, wo ich sie eigentlich normalerweise brauche. Hätte doch nicht gedacht, dass ich die nun hier so dringend benötigen würde, bei den arktischen Temperaturen gerade. Egal. 2017 ist noch jung und es wird nicht gejammert. Zuhause mache ich aber trotzdem schon eine Runde auf Frühling, indem ich die ersten Tulpen gekauft und unser Wohnzimmer damit geschmückt habe. Ich konnte einfach nicht widerstehen, als bei uns im Supermarkt schon Tulpen ausgestellt wurden. Kaum ist die Weihnachtsdeko weg, darf ein Hauch Frühling einziehen. Schliesslich werden auch die Tage schon wieder länger, auch wenn ich das bewusst noch nicht merke. Es ist so.


Da ich keine Lust habe in die Kälte zu gehen und irgendwann genug genetflixt habe, habe ich die Zeit Zuhause genutzt, etwas zu kochen und für den Blog zu shooten. Bei der Kälte hätte ich an sich gerne gebacken. Aber ihr erinnert euch bestimmt an den ersten Post im 2017 und meine Süssigkeiten Fressorgien über die Festtage. Noch mehr Winterspreck brauch ich definitiv nicht, einen Snack für den Netflix Nachmittag aber unbedingt. Und so habe ich vor einer Weile Kale Chips für mich entdeckt. Ja, auch das ein alter Zopf. Grünkohl oder wie er bei uns heisst Federkohl gilt in den USA schon lange als der Superfood und auch die Zubereitung als Chips ist so gar nicht neu und wurde auch schon auf diversen Blogs gezeigt. Egal. Hier hole ich das heute nach. Ich bin ja solchen Trends immer eher skeptisch gegenüber eingestellt. Hat man Lust auf Chips, soll man Chips essen und nicht eine halbherzige Alternative. Die befriedigt dann nämlich nicht. Wie zum Beispiel die Blumenkohlpizza, die bei uns fast Brechreiz ausgelöst hat. DAS war ja mal so gar nichts. Der Food Fail 2016 und deshalb auch nicht auf dem Blog zu finden. So etwas grässliches würde ich euch nicht zumuten. Sollte ich es nochmals ausprobieren und sollte dann das Rezept schmecken, werde ich berichten. Bei den Kale Chips ist das aber so ganz anders. Sie schmecken wirklich und weil sie auch wirklich kross werden, versprühen sie absolutes Chips Feeling.



Das Rezept habe ich übrigens von einer lieben Freundin. Bei ihr wächst der Federkohl im Garten, anscheinend wie Unkraut und ich muss zugeben, ich bin fast etwas neidisch auf die endlose Chipsquelle. Reichen bei uns 400 g Federkohl und zwei Bleche doch knapp als Snack für 2 Personen für einen Nachmittag.

Zutaten

Ca. 400 g Federkohl oder Grünkohl oder wie Kale bei euch auch immer heissen mag
3 EL frischen Zitronensaft
2 EL Olivenöl
Ordentlich Salz
Etwas Pfeffer
2 Prisen Chilipulver (Curry, Paprika, Knoblauchpulver oder was euch schmeckt, geht auch)

Zubereitung

Als erstes müsst ihr den Kale chipsfertig rüsten. Dazu gilt es die dicken Stängel zu entfernen. Ich schneide einfach am dicken Stängel am Rand entlang, so ist der mal weg. Dann zerzupfe ich den Kale in grössere Stücke. Zu klein sollten sie nicht sein, gehen sie doch bei trocknen ziemlich ein. Ihr seht das hoffentlich auf den Bildern etwas besser, wie gross die Stücke sein sollten.


Kale waschen, trocken schleudern und dann noch für ca. 30 Minuten auf etwas Haushaltpapier vollständig trocknen lassen. In der Zwischenzeit Ofen auf 160°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Zitronensaft, das Öl und die Gewürze in einer Schüssel zu einer Marinade mischen. Kale ebenfalls in die Schüssel geben, alles miteinander vermengen und die Marinade mit den Händen gut in die Blätter einkneten.


Kale auf beide Bleche verteilen, so dass die einzelnen Stücke etwas Platz haben. Das ist wichtig, dass sie schön trocknen und kross werden. Nun kommt das Ganze für ca. 10 Minuten in die Ofenmitte. Nach 5 Minuten Backofentür kurz öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.


Behaltet die Chips etwas im Auge. Bei mir müssen es 10 Minuten sein, andernfalls sind die Chips nur am Rande kross und sonst noch etwas latschig. Bei meiner Freundin sind die Chips allerdings schon nach 7 Minuten fertig. Nach 10 wären sie verbrannt. Das hängt etwas von eurem Ofen ab. Die Chips sind fertig, wenn sie etwas wie Pergamentpapier aussehen. Am einfachsten probiert ihr und entscheidet dann.


Das ist auch schon alles. Ich kann euch diesen gesunden Snack wirklich nur wärmstens empfehlen. Es geht schnell und schmeckt. Beim nächsten Besuch werde ich bestimmt anstatt Chips die Variante mit Kale auftischen.

Mögt ihr diese Kälte?

Alles Liebe,

Dienstag, 3. Januar 2017

Süsskartoffel Toast mit Avocado, Feta und Granatapfel - nach dem Schlemmen das Leckerfasten

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Als Erstes möchte ich euch natürlich nur das Beste für das neue Jahr wünschen. Ich hoffe, ihr seid alle gut ins 2017 gerutscht und hattes allgemein ganz wunderbare Feiertage. Ich freue mich auf das neue Jahr mit euch. Eure Kommentare, eure Herzchen, eure Posts. Egal auf welcher Plattform. Es soll ein inspirierendes Jahr werden mit vielen schönen Bildern, leckeren Rezepten, einiges DIY und einfach viel Freude, Glück und sich erfüllenden Wünschen.


2017 möchte ich mit einem Rezept starten. Meinen Instagram Dezember Rückblick zeige ich euch noch diese Woche, aber das soll nicht der erste Post des neuen Jahres sein. Das fände ich meiner Ecke nicht angemessen und etwas arg langweilig. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viele Plätzchen, Schokolade und generell Süssigkeiten ich in der ganzen Weihnachtszeit verputzt habe. Eine Praline oder ein Plätzchen waren es jeden Tag und meist ist es bestimmt nicht nur bei einem geblieben. Hinzu kamen zig Raclette Abende und deftige, wärmende Gerichte. Das braucht es irgendwie in dieser kalten Jahreszeit. Zusammengefasst: es war viiiiiiieeeeeeeeeel....


Nun ja, leider geht das natürlich nicht so ganz spurlos an mir vorbei und immer so viel Süsses ist auch gar nicht gut. Da lobe ich mir meine geliebten Oversized geschnittenen Wollpullover, die die angefutterten Schwimmringe dezent überdecken. Immer kann ich mich aber nicht in diese hüllen. Deshalb neues Jahr, neues Glück und neuer, alter Vorsatz. Ich esse gesund und mache mehr Sport. Ha. Hab ich ja noch nie gehört…Das tut mir und meinem Rücken gut. Zum Glück habe ich auch schon das perfekte gesunde Essen gefunden, in das ich mich echt reinlegen könnte und aus Zauberzutaten besteht, die mein Foodie Herz in ungeahnte Höhen schlagen lässt. Es ist auch gar nichts Neues und wer mir auf Instagram folgt, der hat das Rezept schon längstens gesehen. Für den Blog erachte ich aber jetzt als den perfekten Moment. Ich bin sicherlich nicht die Einzige mit diesem Vorsatz.


Also Mädels (und Jungs) lasst uns gesund in das neue Jahr starten, so dass wir in 11 Monaten wieder hemmungslos schlemmen und uns mit Süssigkeiten vollstopfen können. :-) Es geht hier übrigens heute um Süsskartoffel Toast. Wer auch so ein Pinterest Addict ist wie ich, der kennt die bestimmt schon längt. Egal. Meine fleissigen Leser wissen auch, dass Avocado Toast bei mir eh regelmässige Freudenschreie auslöst und wenn ich das Ganze nun NOCH gesünder zubereiten kann, komm ich aus dem Kreischen gar nicht mehr raus. Zum Glück ist das hier ohne Ton, sonst wärt ihr vor lauter Gekreische meinerseits schon längst wieder weg.


Bleiben wir aber etwas auf dem Boden. Das Rezept ist wirklich GENIAL und wer Avocado Toast liebt und Süsskartoffeln mag, der wird hier echt ausflippen. Und das ist wirklich nicht übertrieben. Der Witz an der Sache ist, dass ihr die Süsskartoffelscheiben effektiv toasten könnt. 2 Mal auf der zweithöchsten Stufe. Das mag ja bei zwei Scheiben ok sein, aber bei den Mengen, die ich für uns zwei zubereite, dauert mir das zu lange. Also backe ich die Süsskartoffelscheiben einfach im Ofen. Dazu gleich mehr. Ich kann euch ja nicht das ganze Rezept schon in der Einleitung verraten. Die Scheiben werden bei beiden Varianten innen schön weich, aber doch noch etwas knackig, so dass man das Ganze wirklich wie ein Toast von Hand essen kann.

Also für 2 Personen braucht ihr als leichtes Abendessen:

Zutaten

1 grosse Süsskartoffel
1 Avocado
1 EL Zitronensaft
1/2 TL Knoblauchpulver
1 Prise Chili Flocken
Salz und Pfeffer
ca. 30 g Feta
ca. 1/4 Granatapfel
Sriracha Sauce

Zubereitung

Süsskartoffel schälen und mit einem grossen Messer der Länge nach in ca. 5 – 8 mm dicke Scheiben schneiden. Das ist das Schwierigste an der ganzen Sache. Mit einem grossen Messer klappt es aber ganz gut. Entweder die Scheiben im Toaster toasten. Zweimal auf der zweithöchsten Stufe. Oder aber im auf 180°C Unter- und Oberhitze vorgeheizten Backofen für 15 Minuten in der Ofenmitte. In der Halbzeit wenden.


In der Zwischenzeit das Fruchtfleisch der Avocado aus der Schale lösen. Zitronensaft, Knoblauchpulver, Chili Flocken, Salz und Pfeffer zugeben und mit einer Gabel zerstampfen. Feta zerbröseln und die Granatapfelkerne herauspuhlen.


Sind die Süsskartoffelscheiben fertig gebacken oder getoastet, diese mit dem Avocado Püree, dem Feta und den Granatapfelkernen belegen. Wer es so wie wir gerne etwas schärfer mag, der gibt noch einige Spritzer Sriracha Sauce drüber. Echt lecker und so gesund sag ich euch. Fertig!

Habt ihr in der Adventszeit auch so geschlemmt?

Alles Liebe,

Dienstag, 8. November 2016

Preiselbeer und Brie Toasts - ein unperfektes Rezept und ein Plädoyer für manchmal etwas mehr Ehrlichkeit

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Wenn man sich so auf den Blogs umschaut, herrscht heile Welt. Das ist gut so und ich finde es grundsätzlich schön. Ich möchte nicht vom "Leid" der anderen Personen erfahren oder mir Sorgen machen müssen, sondern mich unterhalten und inspirieren lassen. Das geht nun mal besser mit schönen Geschichten und Bildern. Aber es ist auch trügerisch. So bekommt man das Gefühl, dass bei den anderen einfach alles besser ist. Nie Streit, immer Harmonie, viel Action, tolle Reisen, ein ständiges Lachen, die tollsten Projekte und Angebote, nur überschäumend vor Glück und Freude und auch das Geld scheint auf den Bäumen zu wachsen. Da gibt es nur glückliche Beziehungen, nur die tollsten Wohnungen, nur die liebsten Kinder (und davon eins nach dem anderen), nur die schönsten Reisen, die tollsten Kleider, Schuhe und Taschen (womöglich alle von Chanel oder anderen hochpreisigen Designern)… Die Liste liesse sich beliebig erweitern. Aber bestimmt gibt es nie Probleme, Streit, Trennungen, Chaos zu Hause oder andere Schicksalsschläge mit denen man hadert oder ähnliches. Auch der Teint ist immer nur frisch und rein, die Haare sitzen perfekt. Nein, es ist einfach alles nur toll, toll und nochmals toll. Natürlich etwas überspitzt formuliert.


Manchmal kann man so aber schon ins Grübeln kommen in Zeiten, in denen es bei einem selber vielleicht etwas turbulenter zu und her geht. In denen man auch mal genervt ist und schlechte Laune hat. Scheisse aussieht. Man einfach den Alltag abspult und so gar nichts Tolles passiert. Klar, man sollte aus jedem Tag das Beste machen und sich auch an kleinen Dingen freuen. Das tu ich grundsätzlich auch. Ich bin ein sehr optimistischer Mensch und lasse mich nicht schnell unterkriegen, aber jeden Tag das pure Glück erleben, das geht irgendwie nicht und kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen. Ganz ehrlich.

Ich sitze schon von morgens bis abends von Montag bis Freitag im Büro. Da bin ich an gewissen Abenden schlichtweg zu müde, als dass ich noch grossartig etwas erleben könnte. Auch Ferien habe ich nicht im Überfluss. Ich mag meine Arbeit sehr und finde sie inhaltlich toll, bin gefordert, aber es ist auch eine Verpflichtung und manchmal anstrengend. Da will ich an gewissen Abenden einfach nur noch aufs Sofa und Nichtstun, egal wie die Küche oder die Wohnung aussieht. Ja, ich könnte theoretisch weniger arbeiten und so mehr Freizeit haben. Aber das wäre natürlich auch eine finanzielle Einbusse und so könnte ich mir weniger gönnen, was ich nicht will. Und ganz unabhängig davon, gibt es einfach Zeiten, da ist alles etwas schwerfälliger, ist man weniger glücklich, aus welchen Gründen auch immer. Somit nehme ich persönlich das pure Glück und die pure Freude jeden Tag und immer niemandem ab. Das hat nichts mit Neid zu tun, absolut nicht. Ich gönne jedem sein Glück. Aber ich glaube es trotzdem nicht, wenn immer alles nur toll ist. Das Leben ist einfach nicht so. Zumindest bei niemandem, den ich persönlich kenne. ;-) Da hatte jeder Einzelne schon Probleme, Schicksalsschläge und war traurig oder gestresst.


Hin und wieder gibt es aber auch von Bloggern Geschichten über ihr Scheitern (und zwar nicht nur darüber, dass ein Kuchen nicht aufgegangen ist, sondern ein richtiges Scheitern oder Hadern). Darüber, dass eben nicht immer alles nur toll ist, sondern auch mal etwas nicht so klappt, wie man sich das gewünscht hätte und das Leben nun Kopf steht. Man einfach ein Problem hat und traurig ist. Sei das eine Trennung, Streit in der Familie oder gesundheitliche Probleme. Ich finde das ganz sympathisch, sehr ehrlich und vor allen Dingen menschlich. Hinter dem Blog steht schliesslich immer eine Person mit einem Leben. Und das Leben ist nun mal nicht immer Rosa, Sonnenschein und heile Welt. Bei niemandem. Es ist manchmal auch einfach mühsam und beschwerlich. Das mag jetzt schlimmer klingen als es ist, aber jeder von uns hat bestimmt schon einen grösseren Schicksalsschlag ertragen müssen, war schon traurig, hat sich hinterfragt und mit Problemen jeglicher Art gekämpft. So finde ich es befreiend auch mal einen so ehrlichen Post zu lesen.

Mein Blog ist zwar eine Art „Tagebuch“, aber das www ist mir dann doch zu unpersönlich und unberechenbar, als dass ich alles für immer darin festhalten möchte und ich vor allem nicht steuern kann, wer alles zu diesen Informationen kommt. Auch mir ist schon so einiges passiert, das ich nur mit meinen Freunden und meiner Familie teile und nicht der ganzen Menschheit offenbaren möchte. Gut, so viele lesen den Blog nun auch wieder nicht ;-), aber ihr wisst bestimmt, was ich meine. Somit nehme ich mich da gar nicht aus. Auch ich zeige nur die schönen Seiten und erzähle die glücklichen Episoden von meinem Leben, zeige eine heile Welt. Zumindest fast immer. Der Blog soll unterhalten. Aber ich möchte damit einfach sagen, dass man sich von den Blogs nicht blenden lassen darf und alles für bare Münze nehmen. Der Schein trügt (bei mir und bestimmt auch bei allen anderen) und das wahre Leben zeigt bestimmt auch andere Seiten. Bei jedem.


Die Wohnung sieht nicht immer so schön aufgeräumt aus oder es wird einfach so fotografiert, dass man das Chaos nicht sieht. ;-) Manchmal holen wir uns eine Pizza und der leere Karton liegt noch für drei Tage in der Küche rum. Manchmal ist der eine Schrank voll mit Flaschen, Dosen etc. die endlich mal wieder entsorgt werden müssen, aber keiner Lust dazu hat. Manchmal hätte ich Mr. C. schon auf den Mond schiessen können, habe rumgeschrien und eine Türe geschletzt. Manchmal geht es mir gesundheitlich mal schlecht oder ich bin einfach genervt oder habe schlechte Laune, bin traurig. Manchmal läuft alles so gar nicht, wie ich das gedacht habe. Gehören diese Geschichten auf den Blog? Will ich die erzählen? Nein. Aber sie gehören genauso zu meinem Leben wie all die schönen Episoden, die zum Glück bei weitem überwiegen und die ich gerne mit euch teile. :-)

Ich sehe weiterhin sehr gerne eure heile Welt und zeige euch meine. Manchmal aber finde ich es auch beruhigend zu lesen, dass es den anderen gleich geht wie mir und eben nicht alles immer nur perfekt ist. Diese Ehrlichkeit finde ich bewundernswert und ehrlich gesagt, tut sie gut. Diese Ehrlichkeit holt einen wieder auf den Boden der Realität zurück. Zeigt, wie das Leben eben ist. Und falls ihr manchmal hadert, könnt ihr sicher sein, dass das bestimmt jedem mal so geht. Bei den einen öfter als bei den anderen, aber bestimmt jedem.


Und so gibt es heute ein ganz unperfektes, total einfaches, aber absolut alltagstaugliches Rezept. Ohne Schnickschnack und eigentlich viel zu simpel für einen Foodblog. Und hübsche Bilder sind bei einem so einfachen Gericht ehrlich gesagt auch schwer. Egal, denn es passt zum heutigen Text, der mir irgendwie am Herzen lag. Ich plädiere für hin und wieder etwas mehr Authentizität und Ehrlichkeit. Auch in der heilen Welt der Blogs. Dieses Rezept ist also für genauso Tage, wo man einfach zu faul ist (aber nicht so faul, dass man sich nur schnell eine Pizza oder einen Döner holt ;-)).

Für 2 Personen:

Zutaten

8 Scheiben Toastbrot
4 EL Preiselbeer Gelee
120 g Camembert, Brie oder ein anderer Weichkäse (pro Toast 30 g)

Zubereitung

Das erklärt sich fast von selbst. Je einen EL Preiselbeer Gelee auf eine Toastscheibe geben. Brie drauf und mit einer weiteren Toastscheibe belegen. Die Grillpfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und den Toast von beiden Seiten je 4 Minuten braten bis der Brie leicht geschmolzen ist. Toasts halbieren und servieren.


Wer doch motivierter ist, etwas mehr aufzutischen, der darf gerne noch einen Salat dazu reichen. :-)


Wie geht es euch jeweils bei den immer nur tollen Geschichten auf den Blogs?

Alles Liebe,

Dienstag, 25. Oktober 2016

Schinkengipfeli aka Schinken Hörnchen - typisch auf dem Schweizer Party Buffet

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Seit dem ich den Blog betreibe, bin ich lustiger weise fasziniert von den Statistiken. Es geht mir nicht darum, möglichst viele Seitenzahlen oder Besucher zu haben. Diese Zahl interessiert mich nicht primär und da bin ich entspannt, weil das Ganze für mich einfach ein schönes Hobby und ein toller Austausch ist. Aber sowohl beim Blogger Tool selber als auch bei Google Analytics lässt sich so einiges herauslesen. Natürlich auch die Seitenaufrufe und woher die Besucher kommen, aber auch wie sie den Weg zur Seite gefunden haben und mit welchem Stichwort gesucht wurde. Und so kann ich über die Jahre durchaus Tendenzen beobachten. Welche Blogposts „ziehen“ das ganze Jahr über und welche werden regelmässig, aber immer zu einer bestimmten Zeit aufgerufen.


Zu den alltime favorites zählen ganz klar der Bericht über das Gästezimmer und meist wird der Weg zum Blogpost via die Google Bildersuche aufgerufen. Auch der no Bake Cheesecake ist ein Dauerbrenner. Dort allerdings finden die meisten über Pinterest den Weg zu mir. Ebenso beim finalen Update zum Wohnzimmer, obwohl das wahrscheinlich nicht absolut final war. Egal.


Ganz aktuell sind die Zuckersterne wieder sehr beliebt. Das lässt sich bestimmt mit der nahenden Adventszeit und Gedanken zu kleinen Präsenten erklären. Auch in der Vergangenheit wurde dieser Beitrag vermehrt im Herbst bis Weihnachten aufgerufen. Auch wieder hoch im Kurs ist momentan der Chai Tee à la Starbucks. Das lässt sich mit der Jahreszeit erklären. Ich muss jedes Jahr wieder aufs Neue schmunzeln, wenn ich solche Tendenzen herauslesen kann. Und natürlich ist es schön, wenn auch alte Beiträge regelmässig Beachtung finden. Schliesslich steckt hinter jedem Beitrag – trotz Hobby – auch immer etwas Arbeit.


Mal schauen, wie sich der heutige Blogpost in der Welt der Statistiken schlagen wird. Durch die Suche werden wahrscheinlich keine Leser von Deutschland den Weg zu mir finden. Der Begriff „Gipfeli“ ist bei meinen Deutschen Lesern bestimmt eher unbekannt. Ich glaube, die Dinger werden bei euch Hörnchen genannt und sind in der Regel süss. In der Schweiz weiss aber praktisch jeder, was ein Schinkengipfeli ist und bestimmt haben es auch 99% der hier lebenden Personen schon gegessen. Schinkengipfeli gibt es bei uns typischerweise jeweils an einem Apero / an einer Feier. Sei es ein Geburtstag, eine Bürofeier oder, oder, oder.


Damit die Gipfeli oder Hörnchen so schön regelmässig werden und ich auch nicht zu viel Füllung reinpappe, verwende ich übrigens jeweils den Gipfeler. Hier und hier habe ich schon Rezepte mit der Schablone gezeigt (einmal den grossen und einmal den kleinen Gipfeler). Beichten muss ich noch, dass es sich an sich gar nicht im klassische Schinkengipfeli handelt, da gar kein richtiger Schicken drin ist, sondern Bauern- oder Schweinebratwurst. Aber diese Masse lässt sich einfach besser verstreichen. Schmecken tun sie auch so wie die „richtigen“ Schinkengipfeli. Wenn nicht sogar noch besser. Das Rezept habe übrigens von meiner ganz lieben Freundin K. Kürzlich waren wir bei ihr, ihrem Mann und ihren zwei süssen Kindern zum Apero eingeladen und es gab natürlich – wie es sich in der Schweiz gehört – Schinkengipfeli. Ich konnte mich so in die Dinger reinlegen, dass ich das Rezept haben und es natürlich auch sofort auf dem Blog verewigt sein musste. Ehre wem Ehre gebührt und ich hoffe für dieses Rezept, dass es sich auch ganz wunderbar als Dauerbrenner in der Blogstatistik finden wird. Ich bin gespannt, ob sich meine Vermutung bewahrheiten und das Rezept hauptsächlich von Schweizern gesucht wird.

Für 16 kleine Gipfeli braucht ihr:


Zutaten

1 runder Blätter- oder Kuchenteig
1 Bauernbratwurst resp. Schweinebratwurst
1 EL geschnittener Schnittlauch
1 EL gehackte Petersilie
2 EL Halbrahm / halbfett Sahne
Salz und Pfeffer
etwas Knoblauchpulver
1 Ei
wenig Milch


Zubereitung

Masse der Bauern- oder Schweinebratwurst aus der Haut lösen und in eine Schüssel geben. Mit den übrigen Zutaten zu einer streichfähigen Masse verrühren. Ist die Masse noch zu dick, etwas mehr Sahne zugeben.


Entweder den fertig und rund ausgewallten Teig in 16 Stücke teilen oder den Gipfeler fest auf den Teig drücken. Füllung gleichmässig auf dem Teigverteilen. Entweder in die Aussparung des Gipfelers oder sonst je einen Kleks Fülling auf das hintere Drittel geben und links sowie rechts einen Rand belassen.


Ei aufschlagen und trennen. Das Eigelb mit einem kleinen Schuss Milch vermengen. Bevor ihr die Gipfeli aufrollt, den Teig mit Eiweiss bestreichen. So klebt alles schön zusammen. Nun die Hörnchen von der breiten Seite her aufrollen und Enden leicht zusammendrücken. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit Eigelb bestreichen. Für 35 – 40 Minuten im auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Backofen backen.


Die Gipfeli schmecken lauwarm oder auch kalt. Gibt es sie bei uns als Abendessen, so serviere ich jeweils noch Salat dazu.

Kennt ihr Schinekgipfeli?

Alles Liebe,

Dienstag, 14. Juni 2016

Shrimps im Kokosmantel mit Ananas Dip - ab nach Hawaii

Liebe Coco's Cute Corner Leser

So langsam aber sicher frage ich mich wirklich, wo denn bitte schön die liebe Sonne bleibt. Am liebsten hätte ich Sommer, aber ich wäre einfach schon glücklich, wenn sich die Sonne mal wieder zeigen und es nicht non-stop regnen würde. Ja ich weiss, der Natur tut Regen gut und ich möchte auch gar nicht jemand sein, der sich ständig über das Wetter beklagt. So bin ich wirklich nicht. Aber so langsam ist das ständige Grau doch etwas trostlos und so viel Wasser ist auch für die Natur definitiv zu viel. So gerne würde ich mit Mr. C. mal wieder einen Abend auf unserem Balkon geniessen. So gerne würde ich den Grill anschmeissen. Und so gerne würde ich das erste Mal im See schwimmen.


Auch vor zwei Wochen, als wir den Hund meiner Eltern zu Besuch hatten, konnten wir so gar nichts mit dem Kleinen unternehmen, weil seither Dauerregen herrscht. Klar, ich habe meinen Parka übergeworfen und die Gummistiefel montiert. An mir sollte es also nicht scheitern. Aber das Problem war der Hund. Er mochte so gar nicht. Mit zugekniffenen Augen hat er mich jeweils schief angesehen, sobald ich mit ihm draussen war. Wenn ich sagte „möchtest du nach Hause?“, hat er auch schon kehrt gemacht und ist los gerannt. Klare Ansage. Kaum zu Hause verkroch er sich auf seine Decke auf dem Sofa. Nichts mit ausgedehnten Spaziergängen draussen im Wald. Wir hatten selten ein so faules Wochenende und ich ein schlechtes Gewissen, weil sich der Hund so wenig bewegte. Wenn er das aber gewollt hätte, dann hätte er es mir auch signalisiert. Bei schönem Wetter ist er nämlich ein ganz ausgezeichneter Spaziergänger und macht jede grosse Runde mit, ohne Bocken.

 
Wenn schon bei uns der Sommer auf sich warten lässt, dann versuche ich immerhin diesen in die eigenen 4-Wände zu holen, auch wenn es draussen grau und nass ist. Das geht am einfachsten mit einem sommerlichen Gericht, wie diesen Shrimps im Kokosmantel mit Ananas Dip. Zumindest ass ich das auf Hawaii und was schreit mehr nach Sommer, Sonne, Sonnenschein als Hawaii?! Natürlich schmecken solche Gerichte noch besser vor Ort. Aber ein Trip nach Hawaii liegt im Moment nicht drin. Deshalb tun es auch die Shrimps zu Hause. Wenn ihr die Augen schliesst, dann könnt ihr euch das Setting am Strand einfach vorstellen. Oder zumindest die Läden schliessen, so dass man das triste Getreibe draussen wenigstens nicht sieht. Sollte das Wetter aber noch lange so grau bleiben, dann überlege ich mir ernsthaft einen Spontanurlaub irgendwo am Meer, wo es warm und sonnig ist. Oder ich wandere direkt nach Hawaii aus. ;-)


Für das Rezept habe ich mich hier inspirieren lassen. Wir haben die Menge zu zweit verdrückt, an einem Abend, an dem wir sonst noch praktisch nichts gegessen hatten. Als Vorspeise reicht die Menge für vier.

Zutaten

22 Schrimps (Tail on)
¾ Tasse Mehl (Tasse à 250 ml)
1 Ei, aufgeschlagen
1 Tasse Panko
½ Tasse Kokosflocken
Kokosöl

Dip
1 Ananas oder
1 Dose Ananas (frische Ananas ist besser)
¼ TL Sriracha (wer es scharf mag, darf auch gerne mehr)
Salz und Pfeffer

 

Zubereitung

Für die Sauce Ananas und Sriracha miteinander pürieren. Frische Ananas schmeckt wesentlich besser. Ich habe dieses Mal Ananas aus der Dose verwendet, da zu faul. *schäm* Der Mehraufwand lohnt sich aber. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kühl stellen.


Schrimps trocken tupfen, etwas salzen und pfeffern. Kokosflocken ohne Fett kurz in einer Bratpfanne rösten. Mit dem Panko mischen. Mehl und Ei in zwei Schalen bereit stellen. Nun kann man die Schrimps panieren. Das geht ganz einfach.


Erst die Schrimps im Mehl wenden. Dann in das Ei tunken und anschliessend mit der Panko-Kokos Mischung ummanteln. So verfahren, bis ihr alle Schrimps paniert habt. Dann etwas Kokosöl in einer Bratpfanne erhitzen und die Schrimps von beiden Seiten goldbraun braten. Ca. 2-3 Minuten pro Seite. Anschliessend noch ca. 10 Minuten ruhen lassen und mit der Sauce servieren.

Schlägt euch dieses triste Wetter nicht auch langsam auf das Gemüt? Und wer wandert mit mir nach Hawaii aus?

Alles Liebe,

Freitag, 27. Mai 2016

Avocado Toast mit Pilzen und Kernen - Frühstück für eine Königin

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Ich bin relativ einfach gestrickt und ticke immer gleich. Es gibt Zutaten, wenn ich die in einem Rezept lese, dann läuft mir sofort das Wasser im Mund zusammen und die Chance ist gross, dass ich es einfach ausprobieren muss. Insbesondere fällt mir das bei Pinterest auf. Da pinne ich immer in etwa ähnliche Rezepte mit ähnlichen Zutaten. Magische Wörter sind meist: Qunioa, Trüffel, Süsskartoffel, Lachs und auch Avocado.


Sehe ich irgendwo einen Avocadotoast und sei es der Tausendste, so wird er mit grösster Wahrscheinlichkeit unter „Breakfast“ gepinnt. Man könnte jetzt denken, dass ein Avocadotoast total simpel ist und ein Rezept dafür genügt oder dass man das gar nicht erst zu pinnen braucht. Aber selbst bei einem so einfachen Rezept gibt es zig verschiedene Zubereitungsarten und Variationen. Die Avocado hübsch aufgeschnitten auf etwas Frischkäse, mit Erdbeeren und Feta, als Guacamole zubereitet mit pochierem Ei, mit Kräutern oder Kernen und und und. Da ich keine dieser Ideen vergessen will, wird halt jede einzelne festgehalten. Mit Pinterest geht das zum Glück auch spielend leicht.


So ist es nicht weiter überraschend, dass es - nach dem getrüffeltem Avocadomousse auf Toast mit pochiertem Ei - heute mal wieder ein Avocadotoast auf den Blog schafft. Es wird wahrscheinlich auch nicht der Letzte sein. Wer also Avocadotoasts genauso gerne mag wie ich, der sollte sich dieses Rezept merken. Die Kombination mit Hüttenkäse ergibt eine angenehme Konsistenz und milden Geschmack. Die Kresse die gewisse Würze, die Pilze etwas Erdiges und die Kerne den Knack. Selbst Mr. C., der gar kein Pilzchenfan ist, war absolut begeistert und hat sich doch gleich 3 solcher Toasts zum Frühstück gegönnt.


Das Rezept stammt jetzt aber nicht, wie ihr vielleicht denkt, von Pinterest und verweist auf einen anderen Blog. Nein, ich habe es aus dem Kochbuch "Eat better not less", ein Motto ganz nach meinem Geschmack. Verfressen wie ich bin, verzichte ich nur ungern und wenn etwas schmeckt, haue ich rein. Handelt es sich aber um "gute" Zutaten, so kann man auch ungeniert zugreifen. Die erst kürzlich auf dem Blog gezeigten Dinkelwaffeln mit Mandelcreme und Beeren habe ich auch aus diesem Kochbuch. 


Die im Kochbuch angegebene Menge hat bei uns für 2 Personen und insgesamt 6 Toasts gereicht, auch wenn im Rezept die Menge für 1 Person angegeben ist. Wir sind auch Vielfrasse, aber das wäre für mich alleine zum Frühstück dann doch arg viel. Mit meinen 3 Toasts war ich wirklich schön satt.

Zutaten

6 Scheiben Vollkorntoast
1 Avocado
2 EL Hüttenkäse (körniger Frischkäse)
1 TL Zwiebelpulver
Wenig Knoblauchpulver
Salz und Pfeffer
1 TL Kokosöl
150 g Champignons, in Scheiben
1 EL Kürbiskerne
Kresse Sprossen
Wenig Zitronensaft


Zubereitung

Avocado halbieren, entsteinen und aus der Schale lösen. ¼ der Avocado in Scheiben schneiden (für die Garnitur). Die restliche Avcado mit dem Hüttenkäse, dem Zwiebel- und Knoblauchpulver, etwas Salz und Pfeffer sowie einem Spritzer Zitronensaft mit einer Gabel zu einer Creme zerstampfen.


Kürbiskerne in einer kleinen Bratpfanne ohne Fett rösten. Zur Seite stellen. In der gleichen Pfanne Kokosöl erhitzen und die Champignons darin braten, bis sie einfallen und die Flüssigkeit verdampft ist. Das dauert ca. 5 Minuten. Ebenfalls leicht salzen und pfeffern.


Die Brotscheiben toasten. Diese mit der Avocadocreme, etwas Champignons und Kürbiskernen belegen. 2 Avocadoscheiben und Kresse Sprossen als Garnitur drauf legen und sofort geniessen. Ein wirklich tolles, gesundes und sättigendes Frühstück, auf das „eat better not less“ definitiv zutrifft. Dazu gab es übrigens frisch gepressten Orangensaft. Ein wahrlich königliches Frühstück.

Bei welchen Zutaten werdet ihr immer schwach?

Alles Liebe,

Montag, 14. September 2015

Süsskartoffel Chips - süss, salzig, knusprig

Liebe Coco's Cute Corner Leser

Ja, letzte Woche war es ruhig hier auf dem Blog. Aber ich habe mir mal eine Woche Auszeit gegönnt. Einige Tage verbrachten wir in Barcelona (wie scheinbar zig tausende andere Touristen auch) und die anderen Tage haben wir es uns zu Hause gemütlich gemacht. Einfach so. Es war herrlich, mal keine sozialen Medien zu checken und einfach in den Tag hinein zu leben. Mal wieder ausgiebig Zeit mit Mr. C. zu verbringen. Oder auch mal lange ausschlafen. Es hat richtig gut getan.


In Barcelona haben wir auch nicht das Touri Programm abgespuhlt, sondern uns nach Lust und Laune treiben lassen. Mir persönlich hatte es an den bekannten Touristen Orten ohnehin immer viel zu viele Leute. Ich bin nicht empfindlich, aber so einen Menschenstrom wie in Barcelona habe ich selten gesehen. Schade eigentlich. Da verging mir die Lust nach Sightseeing.


Wegen meinem Rücken blieb die schwere Kamera übrigens meist im Hotelzimmer und so kann ich euch leider nicht mit einer Bilderflut hier verwöhnen. Aber das Nichtstun hat wirklich geholfen und mein Rücken ist wieder fast normal. Ich fühl mich beinahe wie neu geboren. Jetzt mach ich brav täglich meine Übungen und hoffe, dass die Schmerzen nicht wieder kommen. Ein einziger Punkt drückt noch etwas, aber ansonsten. Kein Vergleich zu vorher. Ich kann sogar wieder länger als eine halbe Stunde sitzen, ohne anschliessend nur noch gekrümmt stehen zu können. Herrlich sag ich euch.


Deshalb wird jetzt wieder voll motiviert gebloggt, gekocht und gebacken. Gestartet wird sanft. Ich weiss, Snacks gab es erst in Form dieser gebackenen Kichererbsen, aber Snacks gehen schliesslich immer. In gesund sowieso. Heute deshalb herrlich leckere Süsskartoffelchips. Etwas Geduld ist gefragt und etwas Ausprobieren auch. Ich hab mich durch zig Rezepte gewälzt und überall etwas anderes gelesen, was die Hitze des Ofens und die Dauer des Backvorgangs anbelangt. Die Grenze zwischen innen noch latschig, knusprig und plötzlich schwarz kann innerhalb von Sekunden variieren. Deshalb sollte man die Dinger nicht aus den Augen lassen. Aber es lohnt sich. Die Menge ergab ca. 9 Bleche. Man kann also gerne weniger machen. ;-)

Zutaten

3 Süsskartoffeln
Meersalz
ca. 2.5 EL Olivenöl

Zubereitung

Entweder die Süsskartoffel schälen oder die Schale gründlich abbürsten. Anschliessend die Süsskartoffeln in 2mm dünne Scheiben hobeln. Die Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, so dass sie schön nebeneinander liegen. Jede Scheibe mit ganz, ganz wenig Öl bestreichen und mit Meersalz bestreuen.


Anschliessend in dem auf 200° C Umluft vorgeheizten Backofen für ca. 12 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Das hängt aber wirklich etwas von eurem Ofen ab. Ihr solltet auch darauf achten, dass die Scheiben etwa gleich gross sind, so dass die Backzeit nicht erheblich variiert. Bräunen die Ränder leicht an, solltet ihr die Chips aus dem Ofen nehmen, so dass sie nicht verbrennen.


Belohnt wird eure Geduld mit süss-salzigen knusprigen Chips, die echt Suchtpotential haben. Selbst meine Mama war ganz begeistert. Und das will etwas heissen. ;-)

Braucht ihr auch manchmal einfach eine kleine Auszeit?

Alles Liebe,